Requirements Engineering ist eine Schlüsseldisziplin
Das Requirements Engineering als erster Schritt der Systementwicklung beeinflusst maßgeblich den Erfolg eines Projektes. Es legt den Umfang des Projekts fest und schafft die gemeinsame Kommunikationsbasis für alle am Projekt beteiligten Disziplinen. Je besser das Requirements Engineering und Management beherrscht werden, umso weniger kostspielige Fehler finden Eingang in die Entwicklung, d.h. die Projekte kommen mit umso niedrigeren Fehlerkosten davon.
Das International Requirements Engineering Board (IREB) e.V.
hat sich zum Ziel gesetzt, ein Zertifizierungsmodell mit Lehrplänen und Prüfungen bereit zu stellen und damit die Standardisierung der Aus- und Weiterbildung im Requirements Engineering zu fördern. Hiermit soll letztlich die Praxis im Requirements Engineering und der Business Analyse verbessert werden.
Nutzen für Wirtschaft und Industrie
- Die standardisierte Ausbildung schafft die Grundlage für ein gemeinsames Verständnis des Requirements Engineering innerhalb eines Unternehmens und zwischen Geschäftspartnern. Kommunikation ist wesentlich effizienter, wenn man die gleiche "Sprache" spricht. Dies ist besonders für international tätige Untenehmen von Vorteil, denn IREB wirkt weltweit.
- Der Stellenmarkt für Requirements Engineers und Business Analysten wird transparenter. Durch Angabe der Zertifizierungsstufe ist die für eine Stelle erforderliche bzw. durch eine Person erreichte Qualifikation präzise beschrieben.
- Aufgrund des höheren Ausbildungslevels entstehen fehlerlosere Anforderungsspezifikationen, Lastenhefte und Pflichtenhefte, und damit bessere Grundlagen für die Planung von Vorhaben und die Entwicklung und das Testen der Produkte. Hand in Hand gehend sinken dadurch die Entwicklungskosten der und die Wahrscheinlichkeit der Termineinhaltung steigt.